Nachwuchs Philosophie

Unsere Philosophie und Werte

Seit über 50 Jahren ist der EV PEGNITZ „Ice Dogs“ e. V. (EVP) ein wichtiger Bestandteil der PEGNITZER Sportlandschaft. In den vergangenen Jahren hat sich der Verein, welcher mit ca. 100 Sportlern am Punktspielbetrieb teilnimmt, besonders durch die sportlichen Erfolge der ersten Mannschaft hervorgetan.

Dieser Erfolg fußt vor allem auf Spieler welche in Pegnitz ausgebildet wurden. Darüber hinaus haben Spieler, welche beim EVP teilweise oder in Gänze ausgebildet wurden, tolle Karrieren bis hin zur DEL vorzuweisen. Damit dieser Erfolg auch weiterhin gesichert werden kann und zudem auch zukünftig Spieler den Verein im Profieishockey vertreten, ist es nun an der Zeit die Jugendarbeit langfristig zu sichern und auszubauen.

Das vorliegende Konzept dient der nachhaltigen Entwicklung des Eishockeysports beim EVP und ist als allgemeine Richtlinie für Vereinsführung, Trainer, Spieler, Betreuer und Eltern gedacht.

Als Mannschaftssport kommt dem Eishockey – neben seiner Basisfunktion als sportliche Bewegungs- und Spielform – besondere Bedeutung bei der Vermittlung tragender sozialer Werte, wie Solidarität, Gemeinschaft und Integration, Teamgeist und Kameradschaft zu. Dieser Unterschied zu Individualsportarten erfordert eine gewisse Spielerdichte in den einzelnen Mannschaften und diese Spielerdichte ist die zentrale Ursache für den sportlichen Erfolg. Um diese Spielerdichte zu erzeugen, ist es erforderlich das sich der EVP im Rahmen seines Trainings- und Betreuungsangebotes qualitativ als Vorbildverein hervortut. Vor diesem Hintergrund ist es unerlässlich, eine pädagogisch hochwertige und sportwissenschaftlich fundierte Ausbildung und Betreuung der Kinder durchzuführen.

Ziel muß es sein, die Jugendlichen auf die Belange der ersten Herrenmannschaft vorzubereiten. Dabei ist es uns als Verein aber auch wichtig für jeden, auch für den weniger talentierten Sportler, einen Platz im Verein zu haben. Gerade diese Sportler sind ein wichtiger Bestandteil in der Vereinsarbeit, da diese Jugendlichen dem Verein u. a. später weiterhelfen können, indem sie sich zu Schiedsrichtern oder Trainern weiterbilden lassen oder bei einer der weiter unten beschriebenen Hobbymannschaften weiterspielen.

Der Verein selbst strebt zwar sportliche Erfolge an, aber der Leistungs- und Breitensport stehen in einer unmittelbaren gegenseitigen Abhängigkeit zueinander. Daher ist der EVP besonders stolz auf die Freizeithockeymannschaften (BÖHEIM KNIGHTS und OLD DOGS) die entweder beim Punktspielbetrieb der Hobbyliga DNHL oder per regelmäßiger Freundschaftsspiele aktiv sind. Hiermit tragen diese Mannschaften ebenfalls dazu bei, jedem Sportler der beim EVP aktiv ist, seinen Platz zuzusichern.

Daher – um es nochmal kurz zusammenzufassen – ist es nur möglich, aus einer breiten Masse heraus genügend Talente für den Leistungsbereich herauszubilden und der hoffentlich damit verbundene sportliche Erfolg der ersten Mannschaft bietet wiederum hinreichend Anreize beim EV PEGNITZ „Ice Dogs“ e. V. zu spielen.

Daher basiert der Erfolg des gesamten Vereins auf der Teamfähigkeit jedes einzelnen Mitgliedes sowie der vielen helfenden Hände. Hierdurch kann der Verein seine Arbeit, Jugendliche sportlich zu fördern und bei der psychosozialen Entwicklung zu unterstützen, erreichen.

Auf Grundlage dieser Gedanken werden die nachfolgend dargestellten Ziele verfolgt.

Zielsetzung

Der EVP beabsichtigt in allen Altersklassen Eishockey als Freizeit- und Ausgleichssport anzubieten. Dabei wird das Ziel verfolgt, die Kinder und Jugendlichen im Laufe ihrer Spielerkarriere auf sportlicher, kognitiver und sozialer Ebene zu mündigen Persönlichkeiten heranwachsen zu lassen.

Eishockey ist aber vor allem Wettkampfsport. Daher ist ein weiteres Ziel, Talente besonders zu fördern und Spitzenspieler und -mannschaften zu formen. Der EVP bekennt sich zu einem sportlichen Leistungsgedanken und hat den Anspruch sich durch Erfolge von anderen abzusetzen. Allerdings bei zeitgleicher Einbindung aller Kinder und Jugendlicher in den Spielbetrieb.

Langfristiges Ziel ist es daher in allen Altersgruppen regelmäßig an weiterführenden Meisterschaften (Zwischenrunde, Endturniere etc.) teilzunehmen und regional eine Vorbildfunktion in Sachen Nachwuchsförderung einzunehmen. Um besonders talentierten Spielern eine Perspektive für den Spitzensport im Erwachsenenbereich zu bieten, ist es unser Ziel, die erste Mannschaft dauerhaft in der Bayernliga zu etablieren.

Trainerkonzept

Um diese Ziele zu erreichen ist eine kontinuierliche jahrgangsübergreifende Betreuung der Kinder und Jugendlichen im EVP erforderlich. Bereits zu Beginn der Ausbildung müssen alle Entwicklungsstationen und Weichenstellungen der Spieler bis zum Erwachsenenbereich vorgezeichnet sein. Diese Trainingskontinuität kann sich erst einstellen, wenn die Umsetzung der ins Auge gefassten Maßnahmen und die aufeinander abgestimmten Trainingsabläufe für sämtliche Trainer zur Routine werden.

Um Fluktuationen im Personalbestand ausgleichen zu können und trotzdem die Weiterführung des Konzeptes zu gewährleisten, ist eine klare hierarchische Struktur erforderlich. Daher wird das Trainerteam von zwei Nachwuchsleitern, einer für den sportlichen und einer für den organisatorischen Bereich, angeführt. Diese sind für die ständige Überarbeitung und Weiterentwicklung des Eishockeykonzeptes sowie für dessen Umsetzung verantwortlich. Mit diesem Auftrag unterstützen sie die Trainer bei Ihren Aufgaben und bilden diese sowohl aus wie auch weiter. Sie dienen den Betreuern, Eltern und Kindern als Ansprechpartner.

Darüber hinaus überwachen und organisieren sie Eishockeyveranstaltungen sowie das Schul- und Schnupperhockeyprogramm.

Zur Qualitätssicherung verfügen alle Trainer über die geforderten Trainerlizenzen des DEB bzw. BEV (C, B, A-Lizenz). Der Verein unterstützt die Trainer bei diesen Fortbildungen. Darüber hinaus sollen allen Trainern, nach Möglichkeit, ein Co-Trainer, aber mindestens ein Betreuer, an die Hand gegeben werden. Diese unterstützen den Trainer bei der Durchführung der Trainerstunden und betreuen die Mannschaft bei Überschneidungen an den Wochenenden. Die Trainer sind angehalten in ihren Mannschaften nach interessierten und talentierten Nachwuchstrainern zu suchen und diese dazu zu bewegen, sich als (Co-)Trainer zu engagieren.

Ausbildung

Allgemeine Anmerkungen

  • in kleinen Gruppen trainieren
  • leistungsgerechte Gruppeneinteilung
  • leistungsgerechtes Training

Anwenden der Trainingsmittel unter Berücksichtigung der methodischen Grundsätze

  • vom Leichten zum Schweren
  •  vom Einfachen zum Komplexen
  • vom Bekannten zum Unbekannten

Trainerverhalten
(sozial-integrativ)

  • eine Gleichgewichtsbeziehung zwischen Übungsleitern und den Sportlern
  • eine Verwirklichung von Wertschätzung (tolerant, warmherzig, geduldig)
  • stimulierende Aktivität statt Lenkung
  • Offenheit, Abbau von Fassaden
  • positive Bekräftigung / Erwartungen, konstruktive Kritik
  • eine demokratische Konfliktlösung
  • gegenseitige Rückmeldung (Feedback vom Training)

Sonstiges:

  • Kindertage im Vereinsheim (Eisstüberl 😉 etc.)
  • Eishockey freie Tage (Fun-Park, Schwimmen, usw.)
Verhaltenskodex

a) Ich will meine Ziele erreichen!

Mein Herz schlägt für sportliche Herausforderungen. Freude, Fortschritte und Erfolg sind wichtige Komponenten, die ich mit meinem Sport erleben kann. Ich setze mich ein und lerne meine Grenzen kennen. Ich weiß, dass im Sport auch Misserfolge, Enttäuschungen und Niederlagen dazu gehören, und lerne daraus.

b) Ich verhalte mich fair!

Mein Umgang mit Mitspielern, Gegnern, Trainern, Betreuern und Schiedsrichtern ist geprägt durch gegenseitigen Respekt und Offenheit. Ich erkenne Regeln, Entscheidungen von Schieds- und Kampfrichtern an! Ich stelle mich gegen jede Form von Gewalt. Ich bin bereit, mich und andere in die Gruppe zu integrieren! Wir tragen gemeinsam zu fairem Sport bei.

c) Ich leiste was – ohne Doping!

Ich erreiche meine Ziele durch eigene Leistung. Es gibt keine Abkürzungen. Ich lasse meiner Entwicklung genügend Zeit! Alleine durch das Training und den Wettkampf verbessere ich meine Kondition, Technik, Taktik und mentale Stärke! Deshalb sage ich NEIN zu verbotenen Substanzen und Erzeugnissen, die mir sportliche Wunder versprechen. Ich missbrauche weder Aufputsch- noch Schmerzmittel.

d) Ich verzichte auf Suchtmittel!

Ich brauche keine Suchtmittel zum Spass haben! Diese gefährden nur meine Gesundheit, machen abhängig und beeinflussen nur meine Wahrnehmung oder mein Verhalten.

Tabak mindert meine Leistungsfähigkeit. Ich konsumiere keinen Tabak. Falls ich bereits rauche, verzichte ich vor, während und nach dem Sport darauf.

Drogen sind illegal und sie gelten als Doping.

e) Ich verzichte auf Alkohol (U16)! Wenn ich Alkohol trinke, dann ohne mir und anderen zu schaden! (16+)!

Ich halte den Jugendschutz ein. Siegesfeiern und andere Rituale gestalte ich ohne Alkohol. Wenn ich Alkohol konsumiere, dann nur soviel, dass weder eine Eigen- noch eine Fremdgefährdung entsteht.

Das Gesetz gibt vor:

  • kein Alkohol unter 16 Jahren;
  • Wein, Bier und Apfelwein ab 16 Jahren;
  • Spirituosen und Alcopops ab 18 Jahren.
Landesliga 2019/2020